SCU I: Elfer-Farce kostet Punktgewinn!

Geschrieben von SW am . Veröffentlicht in Spielberichte 1. Mannschaft

Sonntag 04.12.2016, 15. Spieltag, Bezirksliga Staffel 2

SV Bergheim - SC Uckerath 2:1 (1:1)

Aufstellung:

Sehl - Hilden, Doktorczyk, Gashi, Schulz (59. Stricker) - Weber, Eryigit, Ballnus (46. Eck), Xanthopoulos, Krethen (72. Altenfeld) - Reitz

Tore:
0:1 Xanthopoulos (11., Foulelfmeter), 1:1 Verstrepen (20.), 2:1 Walbröl (90+2, Handelfmeter)

Nach der überzeugenden Leistung der Vorwoche galt es nun in Bergheim nachzulegen. Personell gab es daher kaum einen Grund zu wechseln. Im Tor wurde Jochen Sehl lediglich ins Tor rotiert und für den erkrankten Eduard Weiss spielte Andreas Hilden von Beginn an. Bei Temperaturen um den Nullpunkt konnte die Mannschaft aber nicht an die Leistung der Vorwoche anknüpfen, passte sich eher den Wetterbedingungen an und wirkte etwas eingefroren. Man bekam überhaupt keinen Zugriff auf das Spiel, gewann nur selten Kopfbälle oder die zweiten Bälle. So war man häufig einen Schritt zu spät. Die Führung für den SCU war dementsprechend aus dem Nichts gefallen. Nachdem sich Marvin Reitz über außen durchgetankt hatte, konnte er im Sechzehner nur noch durch ein Foul gestoppt werden. Den fälligen Strafstoß versenkte Chris Xanthopoulos souverän. Diese Führung hielt aber nicht lange, denn ein langer Ball sorgte für Abstimmungsprobleme in der Defensive und der Bergheimer Stürmer konnte frei vor Jochen Sehl einschießen. Auch in der Folgezeit fand man in der Offensive nicht statt. Bergheim hatte den Ballbesitz, kam allerdings auch nur selten zu nennenswerten Torchancen. Ein Kopfball der knapp über das Gehäuse flog war der einzige Aufreger. Kurz vor der Pause musste Jochen Sehl dann nochmal im Rauslaufen Kopf und Kragen riskieren und den Ball klären. Den folgenden Distanzschuss von der Mittellinie klärte schließlich Andreas Hilden für den herausgeeilten Keeper.

Nach dem Seitenwechsel kam man dann besser in die Partie. Zumindest war man nun besser in den Zweikämpfen und war auch bei den zweiten Bällen deutlich präsenter. Doch im Angriffsspiel haperte es heute an mehreren Dingen. Viele Stockfehler, leichte Ballverluste. Kaum Eins gegen Eins Situationen konnten gewonnen werden und zu selten wurde der Weg über die Außenbahn gesucht. So hatte man zwar den Kampf angenommen, doch konnte den Ballbesitz nur allzu selten behaupten. Dennoch sprangen zwei gute Schüsse von Marvin Reitz heraus, bei dem einer knapp am Tor vorbei rollte und der andere vom Keeper pariert wurde. Die beste Gelegenheit hatte der eingewechselte Andre Altenfeld, der nach einer Ecke aus kurzer Distanz per Kopf am Torwart scheiterte. Ansonsten ging heute nicht viel nach vorne und Bergheim hatte im zweiten Durchgang die besseren Chancen, scheiterte ein paar Mal aussichtsreich. In der Schlussphase schien die Partie dann aber auf ein Unentschieden hinauszulaufen, als in letzter Sekunde der Schiedsrichter noch eingriff und auf einen völlig dubiosen Handelfmeter entschied. Nach einem Schuss aus der Distanz war der Ball an den angelegten Oberarm von Mike Doktorczyk geflogen und der Unparteiische entschied zum Entsetzen aller Uckerather auf Handelfmeter. Die Bergheimer hatten nicht mal reklamiert und wohl auch selbst nicht mit einer solchen Entscheidung gerechnet. Egal wie diplomatisch man versucht nachzuvollziehen, wie man auf eine solche Entscheidung kommen kann, egal wie man das Regelwerk interpretiert, es gibt keine logische Begründung hier auf den Punkt zu zeigen. Weder ging der Arm zum Ball, weder wurde die Körperfläche vergrößert, weder ein Vorteil verschafft. Das Regelwerk bei Handspielen ist ja generell etwas schwammig, aber hier war kein Spielraum für Interpretationen. Nach dem verwandelten Handelfmeter wurde schließlich gar nicht mehr angepfiffen. Wenn es heute einen Sieger hätte geben müssen, wäre Bergheim auch sicherlich der verdientere Sieger gewesen, aber auf die Art um den Auswärtspunkt gebracht zu werden, ist am Ende richtig bitter. So muss man die Sache nun schnell abhaken, denn auf solche Entscheidungen hat man keinen Einfluss. Es gilt daher sich nun auf die Sachen zu fokussieren, die man beeinflussen kann. Und da muss man auch klar attestieren, dass man nicht an die Leistung der Vorwoche anknüpfen konnte und im Spielaufbau zu viele Fehler gemacht wurden. Sei es technische Fehler, Unkonzentriertheiten oder einfach falsche Entscheidungen im Angriffsspiel gewesen. Dies gilt es in der Trainingswoche zu korrigieren und dann in Troisdorf das Jahr 2016 mit einem Dreier beenden.