SCU I: Last-Minute Treffer sichert Auswärtssieg!

Geschrieben von SW am . Veröffentlicht in Spielberichte 1. Mannschaft

Sonntag 12.03.2017, 18. Spieltag, Bezirksliga Staffel 2

RW Merl - SC Uckerath 1:2 (1:1)

Aufstellung:

Milicki - Eck, Weber, Le.Gashi, Demir - Li.Gashi (70. Eryigit), Xanthopoulos, Krethen, Hühnerberg, Kossack (51. Ballnus) - Klinaku (65. Stricker)

Tore:

0:1 Le.Gashi (11.), 1:1 (20.), 1:2 Stricker (89.)

Nachdem man letzte Woche mit einem Sieg die Abstiegsränge verlassen konnte, wollte man nun in Merl mit einem weiteren Dreier gegen einen direkten Konkurrenten die Distanz zu den unteren Plätzen weiter vergrößern. Verzichten musste man dabei auf die Dienste von Mike Doktorczyk (Knieprobleme) und Chris Olschewski (Muskelfaserriss), die beide einige Wochen ausfallen werden. Mit Fatih Macit konnte aber zumindest ein Langzeitverletzter wieder auf der Bank Platz nehmen. Ebenfalls nur auf der Bank war der Doppeltorschütze von vergangener Woche, Tim Schulz, der sich unter der Woche verletzte und noch angeschlagen war. Für ihn rückte Luis Eck in die Startelf, genauso wie Sebastian Kossack für Hasan Eryigit. Da der Gegner aus Merl zu Hause antrat und zudem durch die Tabellenkonstellation mehr unter Zugzwang war als der SCU, war die Ausrichtung bei diesem Gastspiel erst einmal kompakt und sicher stehen und schauen was der Gegner macht. Diese Marschrichtung schien zunächst aufzugehen. Nach einem Freistoß von Chris Xanthopoulos wuchtete Leart Gashi das Spielgerät per Kopf zur frühen Führung in die Maschen. Doch keine zehn Minuten später war es auf der Gegenseite ebenfalls ein Freistoß, der den Gastgebern den Ausgleich ermöglichte. Nachdem die Standardsituation schnell kurz ausgeführt worden war, stimmte bei der anschließenden Flanke plötzlich die Zuordnung nicht mehr, sodass der Merler Angreifer einschießen konnte. Im weiteren Verlauf der ersten Halbzeit ließ der SCU dann hinten aber absolut gar nichts mehr anbrennen. Defensiv sehr sicher stehend hatte man sogar ein ums andere Mal bei schnellen Gegenstößen die Chance wieder in Führung zu gehen. Doch die jeweiligen Konter wurden teilweise trotz Überzahl nicht konsequent und clever ausgespielt, sodass es trotz guter Situationen zu keinem wirklich gefährlichen Torabschluss kam.

Auch im zweiten Durchgang waren Torchancen eher rar gesät. Merl hatte nun zunächst mehr vom Spiel, doch aus dem Spiel heraus konnte die Uckerather Hintermannschaft nie wirklich vor Probleme gestellt werden. Eine Anhäufung von vielen kleinen Fouls sorgte aber dafür, dass es viele Standardsituationen in der Uckerather Hälfte gab. Bei einer solchen hatte man dann Glück als ein Angreifer aussichtsreich nur vorbei köpfte. Wenig später parierte Fabio Milicki nach einem Konter einen Schuss aus spitzem Winkel gut. In den letzten 20 Minuten jedoch kam dann noch eine Schlussoffensive des SCU. Zunächst parierte der Merler Keeper einen Schuss von Niklas Krethen bärenstark. Wenig später flog ein Distanzschuss von Chris Xanthopoulos knapp drüber. Kurz vor Schluss hatten dann Markus Hühnerberg und der eingewechselte Torsten Ballnus nach einer Hereingabe die Gelegenheit zum Lucky Punch, doch die Merler Hintermannschaft rettete in dieser hektischen Situation am Fünfmeterraum mehrfach vor einem erfolgreichen Abschluss. Doch dieser Lucky Punch sollte schlussendlich doch noch fallen. Nach einem Einwurf von Adem Demir tankte sich der eingewechselte Torsten Stricker vom Sechzehnereck die Straufraumlinie entlang, um dann einen präzisen Schuss an den Innenpfosten vom Tor abzugeben, den der machtlose Keeper zum Siegtreffer passieren lassen musste. Die letzten Minuten der Nachspielzeit wurden dann noch souverän überstanden, sodass der zweite Sieg in Folge eingetütet werden konnte. Dadurch rückte man wieder einen Platz vor auf den 10. Rang und hat nun ein Polster von 4 Punkten auf die Abstiegszone. In einem engen Spiel, was auch durchaus hätte unentschieden enden können, hatte man letztendlich das bessere Ende für sich und entführt drei ganz wichtige Zähler aus Merl. Vor allem defensiv arbeitete das gesamte Team heute äußerst stark. Nach vorne war noch Luft nach oben, da man noch nicht die Offensivmacht entfalten konnte, die man über weite Teile der Vorbereitung gezeigt hatte. Doch es war wieder ein weiterer Schritt in die richtige Richtung und wenn man sich weiter so entwickelt, kann man auch nächste Woche auf eigenem Platz gegen den Oberkasseler FV sicherlich punkten.