SCU II: Zurück auf Platz 2

Geschrieben von Mario Gaffke am . Veröffentlicht in Spielberichte 2. Mannschaft

Sonntag 10.04.2016, 22 Spieltag, Kreisliga B Staffel 3

SC Uckerath II - TuS Winterscheid 5:2 (4:1)

Aufstellung:
Leon - Hild, Gaffke, Krumbach, Plieger - Wagner (75. Pieperiet), Broscheid, Klook, Vacha (75. Kaden), Wiemann - Stöcker (70. Kerstgens)

Tore:
1:0 Klook (7.), 2:0 Plieger (32.), 2:1 (40.), 3:1 Vacha (42.), 4:1 Stöcker (45.), 5:1 Vacha (65.), 5:2 (88.)

Es kann schon von einer Formschwäche gesprochen werden, wenn man den Rückrundenstart unserer "Irschten Reserve" betrachtet. 7 Punkte aus 6 Spielen - in der Hinrunde waren es fast doppelt so viele (13 Punkte). Aber nicht nur die Ergebnisse, sondern auch die Leistung der Mannschaft konnte das Trainerteam Vasen/Laska in den vergangenen Wochen zur Weißglut treiben und so erhofften sich alle Beteiligten, dass nun endlich der Schalter umgelegt werden würde.

Im Heimspiel gegen den Tabellensechsten TuS Winterscheid stand Co-Trainer Lukas Laska jedoch alleine an der Seitenlinie, da Trainer Tom Vasen aus persönlichen Gründen nicht anwesend sein konnte. Doch Laska konnte seine Mannschaft taktisch hervorragend auf das Spiel vorbereiten. Im Vergleich zum torlosen Remis im Derby beim SV 09 Eitorf II in der Vorwoche rückte Marcus Hild für den gesperrten Marvin Schmidt in die Innenverteidigung. Für den verhinderten Siam Schoofs rückte Fabian Krumbach wieder zurück in die Startelf und der genesene Michael Wagner stopfte die durch das Verschieben von Marcus Hild im Mittelfeld freigewordene Position auf der Doppelsechs.

Die Hausherren aus Uckerath gaben gleich zu Spielbeginn den Ton an und so dauerte es nicht lange, bis Björn Wiemann auf Linksaußen durch war und den Ball mustergültig in den Rückraum außerhalb des Strafraums spielte. Dort täuschte Marco Broscheid zunächst einen Schuss an, ließ den Ball aber für den besser postierten Daniel Klook durch, welcher mit dem schwachen rechten Fuß zur frühen 1:0 Führung einschieben konnte. Zugegeben - mit etwas Mithilfe des Winterscheider Torhüters, der in dieser Szene keine gute Figur machte und den Ball über seinen Arm rollen ließ. Im weiteren Spielverlauf versuchten sich die Gäste aus Winterscheid gegen die drohende Niederlage aufzubäumen, kamen aber nur selten gefährlich vor das Tor der "Irschten Reserve". Auf der anderen Seite hätten die Gastgeber längst auf 2:0 erhöhen müssen. So hatte Daniel Klook, wie schon in der Vorwoche, Pech bei einem Distanzschuss an die Latte und Thomas Plieger versagten freistehend aus 5 Metern vor dem Tor die Nerven, sodass er den Ball weit rechts vorbei schoß. Nach knapp einer halben Stunde machte es Plieger aber besser. Nach einem missglückten Uckerather Freistoß hatten viele den Ball schon zum Torabstoß im Aus gesehen, doch "Gabi" Stöcker setzte energisch nach und machte den Ball noch einmal heiß. Die Hereingabe auf den zweiten Pfosten konnte Thomas Plieger dann mit einem Schuss unter die Latte zum 2:0 im Tor unterbringen. Es waren nur noch wenige Minuten bis zur Halbzeit zu spielen, als der TuS Winterscheid zu einem Eckball kam und per Schuss aus der zweiten Reihe zum zwischenzeitlichen 2:1 verkürzen konnte. Jedoch hatte unsere "Irschte Reserve" die passende Antwort parat und erzielte noch vor der Pause im Doppelschlag das 3:1 und 4:1. Bei dem dritten Tor an diesem Tag dürfte es sich vermutlich um das am besten herausgespielte Tor in dieser Saison gehandelt haben. Mit einem perfekt abgepassten Zuspiel in die Schnittstelle der Winterscheider Verteidigung bediente Fabian Krumbach den schnellen Björn Wiemann, welcher den Ball stramm und flach auf den zweiten Pfosten spielte, wo Patrick Vacha bereits zur Stelle war und den Ball ins leere Toreck einschieben konnte. So einfach und schön kann Fußball sein! Und Co-Trainer Laska hatte es vor dem Spiel gefordert. Ebenso wie er bei Eckbällen gegen den SC Uckerath die beiden schnellen Offensivkräfte Stöcker und Vacha an der Mittellinie bzw. im Halbfeld positionierte, um ein Kontertor zu erzielen. So geschehen beim 4:1 - nach einer Ecke für den TuS Winterscheid wurde der Ball auf Patrick Vacha geklärt, welcher sofort Gabriel Stöcker auf die Reise schickte und dieser aus halblinker Position den Ball ins lange Toreck schießen konnte. Voller Euphorie ging es in die Halbzeitpause.

In der zweiten Halbzeit flachte das Spiel ein wenig ab. Zwar erspielte sich der SCU weiterhin Chance um Chance, spielte aber zu kompliziert oder vergab gute Gelegenheiten die Führung auszubauen. Lediglich Patrick Vacha erhöhte mit einem Schuss aus halbrechter Position auf 5:1. Vorausgegangen war ein schöner Seitenwechsel über mehrere Stationen, welcher in einem finalen Zuspiel von Marco Broscheid endete. Der für den viel gelaufenen Gabriel Stöcker eingewechselte Daniel Kerstgens hatte noch eine gute Kopfballmöglichkeit die nur knapp am Tor vorbei ging. Später hatte der Angreifer dann Pech, als sein Torabschluss von einem TuS-Verteidiger auf der Linie geklärt wurde. Auch Patrick Vacha vergab noch eine Torchance, nachdem ihn zuvor Nico Pieperiet schön in Szene gesetzt hatte. Dieser bekam seine ersten Pflichtspielminuten nach seinem Kreuzbandriss vor 17 Monaten und fügte sich gleich hervorragend in die Mannschaft ein. Kurz vor Schluss schoss Björn Wiemann innerhalb von wenigen Minuten gleich zwei mal in aussichtsreicher Position rechts am Tor vorbei und so blieb es , ein wenig schmeichelhaft für die Gäste, bei den 5 Toren für die "Irschte Reserve". Leider spielte man die Partie nicht konzentriert zu Ende, sodass sich ab der 80. Minute die Torchancen für die Gäste noch einmal häufen sollten. Zu viele Akteure schalteten sich nun ins Offensivspiel mit ein und vernachlässigten die Defensive. So war alle Mühe umsonst, als der starke und fehlerfrei spielende Marcus Hild in der 87. Spielminute für den geschlagenen Frederick Leon noch auf der Linie klären konnte, aber nur eine Spielszene später der TuS Winterscheid dann doch noch zu seinem 5:2 Anschlusstreffer kommen sollte. Wenige Minuten später war aber auch Schluss.

Am Ende steht ein verdienter Sieg gegen einen schwachen Gegner, bei dem am heutigen Tage nichts zusammenlaufen wollte. Zugleich aber auch ein Spiel, in dem viele Szenen Mut machen und den Anschein erweckt haben, dass auch unsere "Irschte Reserve" dazu im Stande ist schön, anstatt wie hauptsächlich in der Hinrunde nur erfolgreich, zu spielen. Am kommenden Sonntag reist unsere Mannschaft zum schweren Auswärtsspiel nach Lohmar (5.), wo sie unter Beweis stellen kann, dass man diese Spielweise auch gegen einen vermutlich stärkeren Gegner vortragen kann. Eine Schwalbe macht bekanntlich noch lange keinen Frühling.