SCU II: 3 Punkte zum Derby

Geschrieben von Mario Gaffke am . Veröffentlicht in Spielberichte 2. Mannschaft

Sonntag 29.05.2016, 29. Spieltag, Kreisliga B Staffel 3

SC Uckerath II - SV Buchholz 2:1 (2:1)

Aufstellung:
Leon - Schoofs, Schmidt (70. Plieger), Krumbach, Gaffke - Wagner, Hild, Wiemann, Nienaber, Vacha (40. Broscheid) – Gülcicek (77. Kerstgens)

Tore:
1:0 Gülcicek (4.), 1:1 (19.), 2:1 Wagner (37.)

Nach der hohen Auswärtsniederlage beim VfR Marienfeld empfing die "Irschte Reserve" bei herrlichem Sommerwetter den Dorfnachbarn vom SV Buchholz zum Traditionsderby. Für die Gäste sollte diese Partie zugleich der letzte Strohhalm im Abstiegskampf sein. Um noch Chancen auf den Klassenerhalt zu haben, benötigte man einen Sieg.

Tom Vasen stellte im Vergleich zur Vorwoche erneut um. Zu Beginn der Partie funktionierte dies wunderbar, denn nur wenige Minuten waren gespielt, als Marcus Hild auf Rechtsaußen zu Daniel Nienaber durchstecken konnte und dieser die einzige Sturmspitze Ahmet Gülcicek mit einer hohen Flanke bediente. Problemlos köpfte der Hüne den Ball zur frühen Uckerather Führung in das linke Toreck. Ein Auftakt nach Maß, doch das rehabilitierte die von der Rückrunde gebeutelte "Irschte Reserve" nicht. In der Defensive war man im ersten Durchgang stets anfällig und so hätte fast im Gegenzug schon der Ausgleich fallen müssen, doch Torhüter Frederick Leon parierte stark im 1 gegen 1 Duell. Lange dauerte es aber nicht, da landete der Ball dann doch zum 1:1 in den Maschen. Ungehindert konnte der SV Buchholz aus dem Halbfeld flanken. Zentral vor dem Tor stimmte die Zuordnung nicht und so konnten auch die Gäste per Kopfball ins linke Toreck den Spielstand egalisieren. Im weiteren Verlauf kamen beide Mannschaften zu klaren Torchancen, aber nutzten diese nicht. Björn Wiemann, Ahmet Gülcicek und Daniel Nienaber vergaben beste Tormöglichkeiten, nachdem jeweils ein tolles Zusammenspiel vorausgegangen war. Auf der anderen Seite sorgte eine Kopie des Wembley-Tores für Aufregung, als ein Distanzschuss an die Latte des Uckerather Tores krachte und vermeintlich hinter der Torlinie aufkam. Der Schiedsrichter entschied jedoch auf 'kein Tor'. Einen ähnlichen Aufreger gab es dann auch auf der anderen Seite, als nach einem Eckball ein SCU-Kopfball von den Gästen auf der Linie geklärt wurde. Jedoch konnte der SVB nicht konsequent genug klären, sodass im Anschluss an diese Aktion Patrick Vacha die erneute Hereingabe am langen Pfosten noch einmal vor das Tor köpfte, wo Glatzkopf Michael Wagner zur Stelle war und zum Pausenstand einnickte.

In der zweiten Hälfte sollte die "Irschte Reserve" ihre Defensivarbeit verbessern. Zwar drängte man selbst auf die vorzeitige Entscheidung und bot den Gästen dadurch viel Platz für Konter, doch die hochkarätigen Torchancen sollten sich für Buchholz nicht mehr bieten. Der SC Uckerath hingegen übte sich weiterhin darin beste Torgelegenheiten auszulassen. So hatte Marco Broscheid gleich zwei gute Torschussmöglichkeiten, zielte jedoch neben das Tor der Gäste. Ahmet Gülcicek und Björn Wiemann wählten im 1 gegen 1 Duell die vermeintlich sichere Variante und legten vor dem Gäste-Torhüter quer, doch wurde der Pass vom mitgelaufenen Verteidiger abgefangen oder das anschließende Tor von Daniel Nienaber gleich zwei Mal aufgrund einer knappen Abseitsstellung nicht gegeben. Trotzdem hätte er noch sein Tor machen müssen, als er erneut frei vor dem Tor stand und mit dem linken Fuß weit am langen Pfosten vorbei schoss. Als Daniel Kerstgens nur wenige Minuten nach seiner späten Einwechslung dann mit der Ampelkarte wieder vom Platz musste und die Gäste in Überzahl spielten, wurde auch der Druck auf das Uckerather Tor wieder etwas höher. Außer einem Kopfball und diversen Distanzschüssen am Tor vorbei kam aber nicht mehr viel für den SV Buchholz zusammen und Frederick Leon musste nicht mehr eingreifen. Es blieb beim 2:1 Derbysieg für den SC Uckerath, welcher zugleich den Abstieg des SV Buchholz in die Kreisliga C besiegelte.

Nach 6 sieglosen Spielen konnte die "Irschte Reserve" Uckerath nun endlich noch einmal drei Punkte einfahren. Und trotzdem war man am Ende nicht wirklich zufrieden, hätte man diese Partie bei den eigenen Ansprüchen deutlich früher entscheiden müssen und gleichzeitig keinerlei Gefahr aufkommen lassen dürfen. Doch muss man auch sagen, dass nächste Woche das letzte Saisonspiel beim FSV Neunkirchen-Seelscheid II ansteht und man in dieser Rückrunde das Rad bestimmt nicht mehr neu erfinden wird. Deswegen überwiegt die Freude über 3 Punkte, denen man nächsten Sonntag 3 weitere zum Saisonabschluss draufsetzen möchte.