SCU II: "Irschte Reserve" erlebt Debakel

Geschrieben von Julian Promies am . Veröffentlicht in Spielberichte 2. Mannschaft

Sonntag 12.03.2017, 18. Spieltag, Kreisliga B Staffel 3

TSV Germania Windeck II - SC Uckerath II 5:1 (1:1)

Aufstellung:
Leon - Krumbach, Schmidt, Gaffke, Plieger - Wiemann (65. Stöcker), Klook, Pieperiet (75. Promies), Broscheid, Peil - Becker (65. Vacha)

Tore:
0:1 Becker (30.), 1:1 Taguchi (36.), 2:1 Tsopoulidis (51.), 3:1 Pasytsch (52.), 4:1 Voike (64.), 5:1 Voike (90., Foulelfmeter)

Der SC Uckerath verliert nach zuletzt 6 ungeschlagenen Spielen verdient mit 5:1 bei Germania Windeck und stoppt damit vorerst den Aufwärtstrend der vergangenen Spiele. Trotz Führung konnte man die Torflut der Windecker nicht verhindern und lässt den unmittelbaren Tabellennachbarn wieder heranrücken.

Mit breiter Brust machte man sich auf den Weg an die obere Sieg nach Windeck. Fortsetzen wollte man den Aufwärtstrend der letzten Partien, in denen man seit 6 Spielen unbesiegt gewesen war sowie die letzten beiden Spiele sogar hinten die Null halten konnte. Die Germania aus Windeck, die in der Tabelle mit 4 Punkten hinter den Uckerathern auf Platz 11 stand, wollte wieder den Anschluss herstellen. Den besseren Beginn in einer lebhaften Partie erwischten jedoch zunächst die Uckerather, die die etwas aktivere Mannschaft waren. Der SCU probierte die Angriffe überwiegend über die linke Seite aus, wo Wiemann eine Flanke auf den zweiten Pfosten schlug, jedoch Peil freistehend die Kugel über das Tor drosch. Die erste richtig gute Gelegenheit (10.) ! In der Folgezeit nahmen die Feldvorteile der Laska-Elf jedoch mehr und mehr ab und die Hausherren kamen besser ins Spiel, ohne dabei aber zwingend gefährlich zu werden. Frederick Leon wurde dann nach gut 25 Minuten mit einem Schuss aus etwa 20 Metern das erste Mal geprüft. Nach 30 Minuten dann die Kehrtwende in einer Phase, wo die Hausherren das Spiel machten: Plieger eroberte sich an der rechten Seitenauslinie stark den Ball und flankte diesen in den Sechzehner, wo Becker zur Uckerather Führung einnickte (30.). Trotz Führungstreffer bekam man aber keine Ruhe ins Spiel, spielte hektisch und viel zu viele Fehlpässe. Bei einem schnell ausgeführten Windecker Freistoß, dem ein unnötiger Ballverlust mit anschließendem Foul vorausging, befand sich die komplette Hintermannschaft im Kollektivschlaf, was dazu führte, dass der Windecker Angreifer ein Zuspiel in den Strafraum bekam und dann zum Ausgleich einschob (37.). Bis zum Pausenpfiff kam es dann zu Chancen auf beiden Seiten: Erst vergab der SCU durch Klook, der am Windecker Torhüter scheiterte, kurz darauf rettete Schmidt für Uckerath in letzter Sekunde kurz vor der Torlinie. Mit dem 1:1 ging es für beide Teams in die Halbzeitpause.

Die Minuten nach Wiederanpfiff sollten die Schlüsselszenen für das Spiel sein. Windeck schaltete sich offensiv direkt ein und ließ überforderte Uckerather gar nicht mehr hinten rauskommen. Die Gäste hatten null Zugriff und kamen überhaupt nicht in die Zweikämpfe. Ein Windecker Angreifer zog aus gut 19 Metern ab und traf sehenswert zur Führung, ohne das irgendeiner ihn am Schuss gehindert hatte (50.). Doch damit nicht genug, eine Minute später wieder Chaos im SCU-Strafraum, ein Windecker Angreifer nutzt die Unordnung und kann ungehindert per Fallrückzieher auf 3:1 erhöhen (51.). Der Spielverlauf spielte den Windeckern voll und ganz in die Karten, der SCU schien sich noch nicht erholt zu haben und lud die Hausherren immer wieder zu Großchancen ein. Nach einer guten Stunde dann die Entscheidung. Peils Klärungsversuch misslang und das Spielgerät fiel zum gegnerischen Stürmer, der mit seinem Schuss in den Winkel alles klar machte (63.). Zwar gab sich die "Irschte Reserve" nicht auf und versuchte weiterhin nach vorne zu spielen, aber es sollte nichts mehr brauchbares herausspringen. Der Foulelfmeter für Windeck in der Schlussminute, nachdem Klook den gegnerischen Angreifer zu Fall gebracht hatte, machte das aus Uckerather Sicht enttäuschende Endergebnis perfekt.

Das heutige Spiel muss abgehakt werden. Nichtsdestotrotz muss man sich die zweite Halbzeit zu Gemüte führen und die Gegentore analysieren. Nächste Woche steht dann die Heimaufgabe gegen den VfR Hangelar an.