SCU II: Effektivität zum Mitnehmen, bitte

Geschrieben von Mario Gaffke am . Veröffentlicht in Spielberichte 2. Mannschaft

Sonntag 23.04.2017, 24. Spieltag, Kreisliga B Staffel 3

SC Uckerath II - 1. FC Spich II 2:5 (1:3)

Aufstellung:
Leon - Krumbach, Schmidt, Gaffke (46. Klook), Plieger - Hild, Broscheid, Peil (39. Vacha), Wiemann - Traut (72. Dietrich), Becker

Tore:
0:1 Esch (18.), 0:2 Esch (29.), 0:3 Esch (37.), 1:3 Wiemann (44., Foulelfmeter), 1:4 Recki (66.), 1:5 Recki (69.), 2:5 Vacha (72.)

Die "Irschte Reserve" sucht weiterhin ihre Form um die Spielklasse zu halten. In den letzten 5 Spielen hagelte es 20 Gegentore. Dabei heraus kam lediglich ein Punkt.

Nach der unnötigen Niederlage der Vorwoche empfing unsere 2. Mannschaft diesen Sonntag den Aufstiegskandidaten des 1. FC Spich II in der Bubi Gilgen Arena. Die Favoritenrolle lag dabei deutlich bei den Gästen, welche diese auch mit aller Bravour ausspielen sollten. Zwar war es der SC Uckerath, der anfangs deutlich mutiger kombinierte, doch klare Torchancen sprangen dabei nicht heraus. Die Gäste mussten sich mit langen Bällen behelfen, welche aber ebenso keinen gewünschten Torerfolg mit sich brachten. So war es ein Freistoß, der die erste Spicher Torchance und sogleich auch das 0:1 herbeiführte. Der Ball tropfte nach einem Kopfballduell an der Ecke des Fünfmeterraums zu Boden, doch kein Uckerather reagierte rechtzeitig, um dem heraneilenden Spicher Angreifer zuvor zu kommen. Dieser drosch den Ball aus kurzer Distanz mit aller Gewalt am kurzen Pfosten unter die Latte ins Tor. Der SCU war nun weiterhin bemüht sich Torchancen zu erspielen. Nach einem Uckerather Eckball konterte der 1. FC Spich dann aber blitzschnell. Ein Stellungsfehler in der Verteidigung ermöglichte dem Stürmer freie Bahn auf das Tor von SCU-Schlussmann Leon. Überlegt schob Esch auch zum 0:2 ein. Keine zehn Minuten später machte der Toptorschütze der Liga dann seinen lupenreinen Hattrick perfekt. Ein Ballverlust in der eigenen Hälfte des SCU ermöglichte den Gästen einen schnellen Seitenwechsel. Der Flügelspieler bewies Übersicht mit seinem Zuspiel in den Rückraum, wo Esch nur noch einschieben musste. Auch wenn man es nicht glauben mag, aber das Spiel hatte sich zu diesem Zeitpunkt immer noch nicht zu den ersten Minuten geändert. Der SC Uckerath kombinierte gut, spielte auch einige tolle Pässe in die Schnittstelle der Verteidigung, aber gefährliche Torchancen oder Torabschlüsse blieben aus. Die Gäste hingegen waren größtenteils ideenlos und mussten zu langen Pässen greifen. Viel mehr Torchancen als bei den drei Toren hatte der 1. FC Spich nicht, aber diese wussten sie eiskalt zu verwandeln. Als dann Wiemann nach einem guten Broscheid-Zuspiel im Strafraum der Gäste gelegt wurde, ermöglichte der fällige Strafstoß dem SCU zumindest den versöhnlichen und verdienten Anschlusstreffer zum 1:3. Bitter: bereits im ersten Durchgang musste der SC Uckerath zweimal verletzungsbedingt wechseln. Der gelb-rot gefährdete Schmidt musste deswegen durchspielen. In der zweiten Halbzeit machten die Gäste dort weiter wo sie aufgehört hatten. 21 Minuten nach dem Seitenwechsel erhöhten sie auf 1:4. Vorausgegangen war eine tolle Ballstafette, welche von einem Schlenzer aus etwa 20 Metern gekrönt wurde. Nur wenige Minuten später erhöhte der 1. FC Spich auf 1:5. Beim langen Zuspiel über die SCU Viererkette roch es verdächtig nach Abseits, der anschließende Heber über Leon war dann aber ansehnlich. Die Moral bei der "Irschten Reserve" stimmte aber und so konnte Vacha kurz darauf auf 2:5 verkürzen. Es folgten noch zwei Aluminiumtreffer für den SC Uckerath, aber am Ergebnis sollte sich nichts mehr ändern.

Die Niederlage ist am Ende völlig verdient, weil die Gäste aus Spich ihre Torchancen sehr effektiv und abschlussstark zu nutzen wussten und aus den Uckerather Fehlern sofort Kapital schlugen. Beim SCU muss man sich nun wohl doch noch einmal mit dem Abstiegskampf beschäftigen, da das Restprogramm in den nächsten Wochen noch einige schwierig zu spielende Gegner bereithält. Die letzten Spiele haben deutlich gemacht, dass es derzeit in allen Mannschaftsteilen hapert.